Wie ChatGPT Werbung funktioniert
OpenAI spielt seit August auch in Deutschland Werbung in ChatGPT aus. Der Unterschied zur klassischen Suchmaschinenwerbung: Es gibt keine Keywords, auf die Marken bieten. Gesteuert wird stattdessen über sogenannte Context Hints, kurze thematische Angaben, die vorgeben, in welchem inhaltlichen Umfeld eine Anzeige passt. Statt eines exakten Suchbegriffs wie „Matratze kaufen" hinterlegen Werbetreibende eine Themenrichtung wie „Schlafzimmer, Matratzen, gesunder Schlaf". ChatGPT entscheidet dann selbst, in welchen Antworten das passt.

Wie ChatGPT Ads aussehen
Eine Anzeige erscheint am Ende einer Chat-Antwort und ist klar als Werbung gekennzeichnet. Sie besteht aus Titel, kurzer Beschreibung, Creative und Absender-Logo. Aktuell sehen nur Free- und Go-Nutzer diese Anzeigen, zahlende Plus- und Pro-Abos bleiben werbefrei. Gebucht wird über einen eigenen Ads Manager, der zwischen Standard- und Produktfeed-Kampagnen unterscheidet und neben Reichweite, Klicks oder Conversions auch Standort-Targeting abfragt.
Werben darf zudem nicht jeder: Für Branchen wie Alkohol, Glücksspiel oder Finanzdienstleistungen ist die Werbeform bisher gesperrt. Eine Übersicht der Werberichtlinien gibt es hier.
Was kosten ChatGPT Ads? Unsere Kennzahlen aus dem Praxistest
Aus unseren eigenen Kampagnen zeichnet sich bereits ein erstes Bild:
CPM zwischen 15 und 25 Euro, deutlich unter den zuvor kursierenden Prognosen von rund 60 Euro. CPC zwischen 1 und 2 Euro. CTR je Creative zwischen 1 und 3 Prozent.
Damit bewegen sich ChatGPT Ads preislich in einem unteren Premiumumfeld mit soliden Klickzahlen. Die Conversions sind allerdings noch ausbaufähig, auch weil die Plattform mehr Klicks meldet, als im eigenen Tracking tatsächlich ankommen.
ChatGPT Ads Einschränkungen
Bei aller Euphorie gibt es einige offene Baustellen. Marken wissen aktuell nicht genau, in welchem inhaltlichen Kontext ihre Anzeige in der Antwort auftaucht, ein klarer Nachteil gegenüber SEA. Über die genaue Platzierung oder die Gespräche der eigenen Zielgruppe erfahren Werbetreibende bisher wenig.
Auch die Freigabe im Ads Manager läuft noch nicht ganz reibungslos. Und weil aktuell nur Free- und Go-Nutzer die Anzeigen sehen, erreichen Marken tendenziell eine preissensiblere Zielgruppe als bei zahlenden ChatGPT-Abos.

Lohnt sich ein eigener Test mit ChatGPT Ads?
Solange noch wenige Marken aktiv testen, lassen sich mit kleinem Budget echte Erfahrungswerte sammeln. Marken sollten dort präsent sein, wo ihre Zielgruppe unterwegs ist, und die aktuellen Preise sprechen für einen frühen Einstieg.





























































