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07.05.2026

OMR 2026 KI: Was die größten Bühnen über KI und die Zukunft der Suche verraten

Unser KI-Recap der OMR 2026 – GEO, Vertrauen und Datensouveränität

Jedes Jahr zieht die OMR Deutschlands Digitalbranche nach Hamburg – für drei Tage volle Hallen, spannende Gespräche und Keynotes, die zeigen, wo die Themen gerade wirklich ankommen. Wir waren dabei, haben Vorträge und Masterclasses verfolgt und mitgeschrieben, was die Bühnen dieses Jahr bewegt hat. Die Erkenntnis: Vieles davon beschäftigt uns schon seit einer Weile. Was wir mitgenommen haben – und was das für Sie bedeutet – lesen Sie in diesem Beitrag. Eines der zentralen Themen: wie KI die Suche verändert – und was Marken jetzt tun können. Genau dazu laden wir am 19. Mai um 11:00 Uhr zum kostenlosen Webinar ein.

Generative Engine Optimization auf der OMR 2026: Vom Insider-Thema zur Hauptbühne

Generative Engine Optimization war eines der meistdiskutierten Themen der diesjährigen OMR – und wer die großen Keynotes verfolgt hat, allen voran die State of the Internet Session und den Vortrag von Philipp Klöckner, hat das deutlich gespürt. GEO ist kein Insider-Thema mehr. Die zentrale Frage, die Marketing-Teams gestellt wurde: Wie werden Marken in einer Welt sichtbar, in der immer mehr Antworten direkt von einer KI geliefert werden, ohne dass ein Klick auf eine Website stattfindet? Die inhaltlichen Antworten auf der Bühne blieben noch recht oberflächlich. Was uns die drei Tage aber bestätigt haben: Wir arbeiten mit unseren Kunden seit über einem Jahr an genau diesen Fragestellungen, haben Prozesse entwickelt und wissen, was in der Praxis funktioniert. Schön zu sehen, dass die Branche dort angekommen ist.

KI-Vertrauen 2026: Konsumenten vertrauen KI mehr als Suchmaschinen

KI-Antworten genießen bei Konsumenten heute mehr Vertrauen als Suchmaschinen, Social Media oder Brand Websites – das zeigt der Accenture Consumer Pulse Report, einer der meistzitierten Studien auf der OMR 2026. 18 Prozent der Konsumenten vertrauen generativer KI bei Kaufempfehlungen, während Suchmaschinen nur auf 11 Prozent, Brand Websites auf 10 Prozent und Social Media auf 15 Prozent kommen. Nur der stationäre Handel liegt mit 19 Prozent knapp darüber. Wer weiß, wie KI-Suche funktioniert, dem macht diese Zahl eher Sorgen als Freude. KI-Systeme sind fehleranfällig, bevorzugen bestimmte Quellen und liefern Antworten, die stark davon abhängen, welche Inhalte überhaupt im Web verfügbar sind. Gleichzeitig beschäftigt uns mit unseren Kunden eine tiefergehende Frage: Wie bleibt Markenkommunikation authentisch und kontrolliert, wenn KI-generierter Content zunimmt und das Vertrauen der Konsumenten trotzdem steigt?

Datensouveränität und KI: Was die OMR 2026 dazu zu sagen hatte

Datensouveränität war eines der unbequemsten Themen der Konferenz – und Meredith Whittaker, Präsidentin von Signal, hat es am eindrücklichsten auf den Punkt gebracht. Ihre Botschaft: Die Risiken im Umgang mit eigenen Unternehmens- und persönlichen Daten werden systematisch unterschätzt. LLMs bringen enorme Vorteile – aber das sollte kein Freifahrtschein sein, alles zu teilen, nur weil es gerade convenient ist. Philipp Klöckner hat das aus einer anderen Perspektive ergänzt: Mit Blick auf Wertschöpfung und den wachsenden Einfluss chinesischer Technologieanbieter wird es wichtiger, sich gezielter mit lokalen Modellen, Datenschutz und Datensilos auseinanderzusetzen. Für uns bestätigt das, was wir in unserer Arbeit und in verschiedenen Blogbeiträgen immer wieder thematisieren: Im Grunde wissen wir das alle. In der Praxis sehen wir trotzdem immer wieder, wie Schatten-KI und fehlende Prozesse zu Fehlern führen, die vermeidbar gewesen wären. KI verantwortungsvoll einzusetzen bedeutet auch, bewusst zu entscheiden, welche Daten man freigibt – und welche besser nicht.

OMR 2026 KI: Wo steht Deutschland wirklich?

Ehrlich gesagt macht eine Konferenz wie die OMR auch nachdenklich. Deutschland hat viel aufzuholen – das spürt man. Gleichzeitig nehmen wir mit, dass wir thematisch genau dort sind, wo die Diskussion gerade hinführt – und in vielen Punkten schon einen Schritt weiter. Die KI-Welt entwickelt sich in einem Tempo, das kaum zu fassen ist. Die Anwenderwelt folgt deutlich langsamer. Genau darin liegt die Chance – für Marken und für Menschen, die jetzt anfangen, sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen. Wir sind dabei.

Autor/-in
Luca Regner

Luca Regner ist Geschäftsführer der ahead GmbH in Stuttgart und begleitet Unternehmen in Projekten rund um Künstliche Intelligenz, Automation und Daten. Zuvor war er als selbständiger Berater mit Fokus auf Automation und CRM tätig. Akademisch forschte er zum Einsatz von KI im E-Commerce sowie zur Verhaltensökonomie.

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