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November 26, 2025

Gemini 3 und Nano Banana Pro im Test

Was der größte KI-Launch des Jahres wirklich liefert.

Möchte man X und dem Internet glauben, gab es letzte Woche den lautesten Knall im KI-Jahr 2026. Google hat Gemini 3 veröffentlicht – laut vielen Nutzer:innen das bislang beste KI-Modell. Einige sprechen sogar vom ChatGPT-Killer. Und mit Nano Banana Pro folgt gleich das passende Bildmodell.

Bevor wir dazu Stellung beziehen, wollten wir die neuen Modelle ausführlich testen. Nach Tagen im Praxistest ziehen wir Bilanz: Was taugen Gemini 3 und Nano Banana Pro wirklich?

🖼 Nano Banana Pro: Bild-KI für den Alltag

Mit Nano Banana Pro bringt Google das bislang leistungsfähigste Bildmodell auf Basis von Gemini 3. Die neue Version liefert nicht nur fotorealistische Ergebnisse in bis zu 4K – sondern auch praxistaugliche Funktionen.
Die echten Highlights im Überblick:

  • 🧠 Infografiken, Prototypen, Rezepte – alles wird visuell umsetzbar
  • 🏗 Visual Reasoning: Wandelt Skizzen, Baupläne oder Scribbles in realistische Visualisierungen um
  • 🎨 Studio-Features wie Lichtanpassung, Kamerawinkel oder Detailbearbeitung mit Ausgaben in bis zu 4K
  • 🧩 Bis zu 14 kombinierbare Bildelemente mit konsistentem Design

In der Praxis zeigt das Modell wirklich gute Ergebnisse. Und ein deutlich besseres Verständnis als ältere Modelle. Es kommt lediglich teilweise zu Peformance-Bugs und die Qualität von Product Renderings hat uns nicht immer überzeugt.

Besonders relevant für Marken: Die neue SynthID-Technologie markiert KI-generierte Bilder unsichtbar und prüfbar – direkt über Gemini. Wer ein Google AI-Ultra-Abonnement besitzt, muss mit Nano Banana Pro nämlich keine sichtbaren Wasserzeichen mehr ausgeben.

💻 Gemini 3: Viel Kontext & starke Codes

Gemini 3 ist mehr als ein Upgrade – es ist Googles Versuch, ein universelles KI-Modell für alle Anwendungsfälle zu schaffen. Neben der herausragenden Code-Performance liefert Gemini 3 neue Standards in der multimodalen Verarbeitung: Text, Bilder, Video und Audio werden nahtlos kombiniert. Im Business-Kontext eröffnet das spannende Perspektiven – z. B. für die Analyse von Sales-Calls. Körpersprache, Tonlage, Gesprächsdynamik – all das kann erkannt, interpretiert und als Feedback aufbereitet werden.

Key Features:

  • 🛠 Antigravity: Erste Schritte zur automatisierten App-Entwicklung
  • 🎬 Multimodalität mit Tiefgang: Text, Bild, Audio und Video im Zusammenspiel
  • 🔎 Use-Cases wie Sales-Call-Analyse: Kontext, Stimme, Körpersprache
  • 📚 Extrem großes Kontextfenster: ideal für komplexe Briefings und Dokumente

📌 Noch nicht final verfügbar: Der „Deep Think“-Modus für besonders anspruchsvolle Aufgaben kommt in einem späteren Release.

⚖️ Fazit: Technisch stark – aber kein Selbstläufer

Gemini 3 ist ein großes Update – keine Frage. Vor allem die multimodalen Fähigkeiten und Bildverarbeitung mit Nano Banana Pro setzen neue Maßstäbe.
Aber: Die Wahl des „besten“ Modells lässt sich nicht mehr allein an Benchmarks festmachen. UX, Geschwindigkeit, Steuerbarkeit – all das zählt mindestens genauso.

In der Praxis zeigt sich: Die großen Unterschiede liegen nicht mehr im Modell, sondern im Setup. Wer klare Ziele, gute Prompts und passende Workflows mitbringt, profitiert – wer nicht, wird wenig Veränderung spüren. Unser Eindruck: Gemini 3 ist ein weiterer Treiber im KI-Rennen. Aber nicht das Nadelöhr. Das bleibt die Anwendung.

Autor
Luca Regner

Luca Regner ist Geschäftsführer der ahead GmbH in Stuttgart und begleitet Unternehmen in Projekten rund um Künstliche Intelligenz, Automation und Daten. Zuvor war er als selbständiger Berater mit Fokus auf Automation und CRM tätig. Akademisch forschte er zum Einsatz von KI im E-Commerce sowie zur Verhaltensökonomie.